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    Preisliste für Subunternehmer in der Gebäudereinigung: Richtwerte und Kalkulation

    Eine Preisliste für Subunternehmer in der Gebäudereinigung setzt sich aus Stundensatz, Quadratmeterpreis, Anfahrtskosten und Zusatzleistungen zusammen. Der Branchenmindestlohn für Innenreinigung liegt 2026 bei 15,00 Euro pro Stunde. Davon ausgehend kannst du Subunternehmern faire Preise zahlen und selbst wirtschaftlich bleiben.

    Preisliste für Subunternehmer: Das Wichtigste in Kürze

    • Der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn liegt seit Januar 2026 in Lohngruppe 1 (Innenreinigung) bei 15,00 Euro pro Stunde, in Lohngruppe 6 (Glas- und Fassadenreinigung) bei 18,40 Euro.
    • Ein realistischer Subunternehmerpreis ergibt sich aus Tariflohn, Lohnnebenkosten von rund 25 bis 29 Prozent, Material- und Verwaltungskosten sowie einem Gewinnaufschlag.
    • Hauptauftragnehmer haften nach § 13 Mindestlohngesetz in Verbindung mit § 14 Arbeitnehmer-Entsendegesetz verschuldensunabhängig, wenn ihr Subunternehmer den Mindestlohn nicht zahlt.
    • Blink unterstützt Gebäudedienstleister mit über 60.000 Nutzern durch mobile Zeiterfassung, mit der sich reale Arbeitsstunden pro Objekt dokumentieren und als Kalkulationsgrundlage für Subunternehmerpreise nutzen lassen.

    Was kostet ein Subunternehmer in der Gebäudereinigung?

    Ein Subunternehmer in der Gebäudereinigung kostet je nach Leistungsart zwischen 20 und 30 Euro pro Stunde oder zwischen 0,70 und 2,50 Euro pro Quadratmeter. Um Gebäudereinigungspreise korrekt zu kalkulieren, startest du beim Branchenmindestlohn von 15,00 Euro pro Stunde für die Lohngruppe 1 und rechnest Lohnnebenkosten, Material und Gewinnmarge hinzu.

    Stundenpreise, Quadratmeterpreise und Zusatzkosten im Überblick

    Bei der Preisliste für Subunternehmer in der Reinigung unterscheiden sich die Sätze deutlich nach der jeweiligen Leistungsart. Für die Subunternehmer-Dienstleistung in Sonderbereichen wie Glasreinigung gelten wegen der höheren Lohngruppe andere Sätze als für die Unterhaltsreinigung.

    LeistungsartStundensatz-Spanne (netto)m²-Preisspanne (netto)Typische Zusatzkosten
    Unterhaltsreinigung (Büro)20 bis 25 €/h0,70 bis 1,30 €/m²Anfahrt, Reinigungsmittel
    Grundreinigung24 bis 28 €/h2,00 bis 5,50 €/m²Spezialmaschinen, Entsorgung
    Treppenhausreinigung20 bis 25 €/h2,00 bis 4,00 €/m²Anfahrt, Streumittel im Winter
    Glas- und Fassadenreinigung (LG 6)26 bis 32 €/h2,00 bis 7,00 €/FensterHebebühne, Absturzsicherung

    Diese Spannen sind marktübliche Richtwerte für Deutschland und liegen unter dem, was Gebäudereiniger ihren Endkunden in Rechnung stellen, weil der Hauptauftragnehmer eine eigene Marge einkalkuliert. Regionale Abweichungen von bis zu 20 Prozent sind üblich, besonders zwischen Großstädten und ländlichen Regionen.

    Wie kalkuliere ich einen wirtschaftlichen Subunternehmerpreis für Reinigungsleistungen?

    Ein wirtschaftlicher Subunternehmerpreis entsteht unter Berücksichtigung von Tariflohn, Lohnnebenkosten, Material- und Verwaltungskosten, Risikoaufschlag und Gewinnmarge, die nacheinander auf den Ausgangslohn aufgeschlagen werden.

    Beispielrechnung: Vom Mindestlohn zum Angebotspreis

    1. Tariflohn Lohngruppe 1: 15,00 €/h (Ausgangswert 2026)
    2. Lohnnebenkosten (Ø 27 %): 15,00 € × 1,27 = 19,05 €/h Personalvollkosten
    3. Material und Verwaltung (10 %): 19,05 € × 1,10 ≈ 20,96 €/h
    4. Risikoaufschlag (5 %): 20,96 € × 1,05 ≈ 22,01 €/h
    5. Gewinnaufschlag (12 %): 22,01 € × 1,12 ≈ 24,65 €/h

    Der realistische Subunternehmerpreis für eine Innenreinigung liegt damit bei rund 25,00 Euro pro Stunde. Die Prozentsätze für Risiko und Gewinn sind Orientierungswerte und lassen sich je nach Betriebsgröße und Auslastung anpassen. Für die Kalkulation der Gebäudereinigung insgesamt gilt dasselbe Prinzip, nur mit dem vollen Endkundenpreis als Zielgröße statt dem Subunternehmerpreis.

    Zusatzkosten wie die Anfahrtspauschale rechnest du separat, da sie unabhängig von der Reinigungsfläche anfallen und sonst die m²-Kalkulation verzerren.

    Welche Risiken bestehen bei der Preisgestaltung mit Subunternehmern?

    Das am häufigsten übersehene Risiko bei Subunternehmerpreisen ist die eigene Haftung, wenn der Subunternehmer den Mindestlohn nicht zahlt. Nach § 13 Mindestlohngesetz in Verbindung mit § 14 Arbeitnehmer-Entsendegesetz haftet der Hauptauftragnehmer wie ein Bürge für die Nettolohnansprüche der Arbeitnehmer seines Subunternehmers, unabhängig von eigenem Verschulden. Zusätzlich drohen nach § 21 Mindestlohngesetz empfindliche Bußgelder.

    Wenn du einen zu niedrigen Preis akzeptierst, verschiebst du dieses Risiko unbemerkt auf dich selbst: Ein Subunternehmer, der unter Tarif kalkuliert, zahlt seinen Mitarbeitern leider in der Regel ebenfalls zu wenig. Eine belastbare interne Kalkulation ist deshalb die Grundlage jeder Preisverhandlung mit einem Subunternehmer. Denn wenn du die eigenen Stundenwerte pro Objekt kennst, erkennst du sofort, ob ein Angebot realistisch ist.

    Kalkuliere Subunternehmerpreise, die sich rechnen

    Eine belastbare Preisliste für Subunternehmer in der Gebäudereinigung beginnt beim Branchenmindestlohn und führt über Lohnnebenkosten, Material, Risiko und Marge zu einem Stundensatz, der für beide Seiten wirtschaftlich bleibt. Genaue Zeit- und Kostendaten aus dem eigenen Betrieb machen jede Kalkulation belastbarer und jede Preisverhandlung nachvollziehbarer.

    Deine Vorteile mit Blink:

    • Du dokumentierst Arbeitsstunden pro Objekt in Echtzeit und hast damit eine verlässliche Grundlage für deine Kalkulation.
    • Du behältst über 20 Schnittstellen, etwa zu DATEV oder zvoove, den Anschluss an deine bestehende Lohnbuchhaltung.
    • Du sparst Verwaltungsaufwand, weil sich Zeiten direkt am Objekt per App erfassen lassen.
    • Du kommunizierst mehrsprachig mit deinem Team, auch wenn Reinigungskräfte noch kein Deutsch sprechen.

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    Preisliste für Subunternehmer – Häufige Fragen & Antworten

    Muss ich mit einem Subunternehmer in der Gebäudereinigung einen schriftlichen Vertrag abschließen?

    Ja, ein schriftlicher Werkvertrag ist dringend zu empfehlen, auch wenn er rechtlich nicht in jedem Fall zwingend ist. Er regelt Preise, Leistungsumfang und Haftungsfragen und dient als Nachweis gegenüber dem Zoll bei Prüfungen der Mindestlohneinhaltung.

    Wie oft sollte ich meine Preisliste für Subunternehmer aktualisieren?

    Mindestens einmal jährlich, jeweils zum Jahreswechsel, wenn sich Tariflöhne und Sozialabgaben ändern. Bei größeren Kostensprüngen, etwa durch Tariferhöhungen während der Laufzeit, lohnt sich eine zusätzliche Prüfung zur Jahresmitte.

    Woran erkenne ich, ob ein Subunternehmer unter dem Tariflohn bezahlt?

    Ein auffällig niedriger Stundensatz im Angebot ist das deutlichste Warnsignal, besonders wenn er unter den rechnerischen Personalvollkosten der jeweiligen Lohngruppe liegt. Fordere im Zweifel Lohnnachweise oder eine Freistellungsbescheinigung des Subunternehmers an.

    Wie unterstützt Blink mich bei der Kalkulation von Subunternehmerpreisen?

    Blink erfasst Arbeitsstunden pro Objekt mobil und in Echtzeit, sodass du deine eigenen Kosten mit realen Daten statt Schätzwerten kalkulierst. Diese Daten lassen sich direkt für Preisvergleiche mit Angeboten von Subunternehmern nutzen.

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